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Eufy Robovac 11 Test: Erfahrungen im Alltag


Noch nie von Eufy als Hersteller von Saugrobotern gehört?

Kein Wunder – es handelt sich um einen recht neuen Hersteller.

Trotzdem haben die Modelle von Eufy ein weitaus besseres Preisleistungsverhältnis, als bekannte Markenhersteller. Oder gerade deswegen, da Eufy keine gewaltigen Marketingbudgets verwendet. Der günstigere Preis wird an den Kunden weitergegeben.

Der Eufy Robovac11 im Test. Moment, Versionsnnummer 11?!

Mein erster Gedanke, als ich vom Eufy Robovac 11gelesen habe, war: Moment, das ist schon das elfte Modell?! Wieso habe ich von den anderen nichts mitbekommen?

Nach einer kurzen Recherche habe ich festgestellt: die Nummer ist zum Unterscheiden zwischen den verschiedenen Robotern in der Palette gedacht.

Es handelt es sich bei so einer jungen Marke nicht bereits um die 11. Robotergeneration.

Eufy ist zwar eine neue Marke. Hinter ihr steht allerdings der Hersteller Anker, welcher bereits Saugroboter entwickelt hat. Hinter der Marke Eufy steht also Erfahrung mit Saugrobotern.

Saugleistung

Über die Reinigungsleistung kann ich mich nicht beklagen.

Der Robovac bekommt sauber, was er sauber kriegen soll. Wenn man ihn jeden Tag laufen lässt, fällt ja eh nicht viel an. Tierhaare sind auch kein Problem.

Das Gerät hat Bürsten an den Seiten, welche Kanten an den Raumseiten, Teppichen, Möbeln und so weiter bearbeitet. Genauer gesagt „werfen“ diese Seitenbürsten den Dreck unter das Gerät, sodass er aufgesaugt werden kann.

Für Teppiche Geeignet

Der Reinigungsapparat des Robovac besteht aus einer rotierenden Bürste und einem Saugmotor.

Die Bürste ist wichtig, um Teppiche zu reinigen. Manche billigere Modelle sparen an dieser Stelle und rüsten keine Bürste aus.

Der Eufy hat zum Glück eune Bürste für Teppiche. Trotzdem: mit dicken und sehr fluffigen Teppichen wird das Gerät Schwierigkeiten haben. Das gilt aber für alle Roboterstaugsauber. Den kleinen Motoren fehöt einfach der Bums für so eine harte Aufgabe.

Aber lass dich nicht abschrecken: die dicken Teppiche, die ich meine, hat heute kaum noch jemand.

Für die meisten Haushaltsteppiche wird der Efy dicke reichen. Solche Teppiche wird der Robovac 11 genauso sauber bekommen, wie wenn du persönlich den Staubsauger in die Hand nehmen würdest.

Navigation – Nichts zu Meckern

Das zweite Kernthema ist die Navigation.

Der beste Saugapparat nützt einem nichts, wenn der Roboter wie ein Alkoholiker nach 7 Stunden auf dem Schützenfest in die Möbel schlingert.

Bei der Sensorik muss man auf Grund des eher günstigen Preises Abstriche machen.

Grundsätzlich findest sich das Gerät zurecht, aber manchmal registriert es ein Möbelstück eben nicht. Das ist aber halb so wild, dafür ist der Roboter gut mit Gummi abgefedert.

Wie bei allen Saugrobotern muss man Kabel und alles andere aus Bodennähe entfernen, in dem der Roboter sich verheddern könnte.

Auch sollte man sonst nichts auf dem Boden liegen lassen, wie Spielzeug. Kaputt geht es nicht, aber es kann passieren, dass der Roboter es entweder in der Gegend rumschiebt, oder den Bereich eben nicht reinigt.

Die Navigation erfolgt nach dem Zufallsprinzip, was bei Geräten in dieser Preisklasse normal ist. Das heißt, der Robovac fährt gefühlt nach dem Zufallsprinzip.

Wobei ich sicher bin, dass zumindest eine gewisse Fähigkeit dahintersteckt, sich zu merken, wo das Gerät lang gefahren ist. Aber der Robovac hat definitiv nicht die Intelligenz, welche Geräte der Luxusklasse haben.

Desto größer die Wohnung ist, desto eher kann es sein, dass der Roboter einen Teil aus Zufall nicht reinigt. Wenn man das Gerät aber jeden Tag reinigen lässt, erwischt der Roboter den Teil halt beim nächsten Mal. Insofern sehe ich beim Reinigen nach dem Zufallsprinzip kein Problem. Ich kann mir vorstellen, dass sehr verwinkelte Wohnungen schwierig sein können. Eine große Fläche dürfte einfacher zu navigieren sein. Die meisten Wohnungen dürften aber kein Problem für den Robovac sein. Die Saugstation scheint er auch zuverlässig zu finden.

Insgesamt ist die Navigation vergleichbar mit den besseren Geräten in seiner Preisklasse. Man kann nicht meckern. Wer die bestmögliche Navigation der derzeitigen technologischen Möglichkeiten will, der muss das 2- bis 3-fache berappen. Die besseren Geräte sind mit Sensoren vollgestopft, durch welche sie ihre Umgebung besser erkennen können. bekommt dafür aber am Ende nur ein leicht besseres Ergebnis. Das Putzergebnis ist am Ende aber nicht besser, nur zuverlässiger.

Wie mittlerweile praktisch alle Roboter hat das Gerät Fallsensoren. Das heißt, Treppen und ähnliches werden erkannt, bevor das Gerät versucht das Fliegen zu lernen.

Der Fallschutz funktioniert zuverlässig. Ich habe von niemandem gehört, dessen Eufy Robovac einen Flugversuch gemacht hat. Ist auch logisch. Die Hersteller müssten das Gerät ja ersetzen, da sie einen Fallschutz versprechen. Entsprechend macht es keinen Sinn für einen Hersteller, an der Fallsicherung zu sparen.

Lautstärke – Kein Problem für die Konzentration

Bei manchen Saugrobotern versteht man während dem Saugen sein eigenes Wort nicht mehr.

Das kann sehr nervig sein – schließlich dauert die Reinigungsrunde eines Roboters länger, als wenn man es schnell selbst machen würde.

Daher ist mir die Lautstärke des Saugroboters sehr wichtig. Insbesondere, da ich oft im Home-Office arbeite.

Ich kann mich ohne Probleme während dem Saugen auf die Arbeit konzentrieren. Telefonieren wäre ebenfalls möglich. Nichts desto trotz schalte ich den Roboter beim Telefonieren aus, aus Respekt dem Gesprächspartner gegenüber. Andernfalls hört es sich wahrscheinlich an, als hätte man ein Rauschen im Hintergrund.

Es gibt übrigens noch einen Power-Modus. Dieser ist etwas lauter, dafür aber die Saugleistung besser. Ich brauche ihn nicht und habe ihn daher wenig getestet. Meine Wohnung wird auch so sauber. Aber für dickere Teppiche ist der Powermodus sicherlich nützlich.

Optik: für die Preisklasse Ungewöhnlich Edel

Natürlich ist das wichtigste bei einem Saugroboter, wie gut er saubermacht.

Jedoch sehe ich einen Saugroboter zusätzlich als Einrichtungsgenstand: die Optik zählt mit.

Ich sehe das ähnlich wie bei einem Smartphone: die Funktionen sind der Kaufgrund. Aber ich will nicht mit einem grottenhässlichen Ding in der Hand herumlaufen.

In der Hinsicht kann der Eufy Robovac definitiv punkten.

Die Oberfläche des Robovac sieht sehr hochwertig aus. Das ist ungewöhnlich für ein Modell in dieser Preisklasse.

Der Eufy ist auf jeden Fall gut geeignet, wenn du deiner Wohnung einen edlen Touch verleihen willst.

Standard-Steuerung

Zur Steuerung gibt es nicht viel zu sagen.

Es gibt ein paar zusätzliche Modi. Mit einem kann man beispielsweise gezielt in einem bestimmten Gebiet reinigen lassen – zum Beispiel wenn man dort Schweinerei angerichtet hat.

Es gibt auch eine Zeitschaltuhr, damit das Gerät automatisch jeden Tag zur gleichen Zeit reinigt. Mittlerweile ist das Standardausstattung bei Robotern.

Fazit – Was Du Vor dem Kauf Wissen Musst

Beim Eufy Robovac 11 handelt es sich nicht um eine Marke, welche man sofort mit Saugrobotern in Verbindung bringt.

Die Marke Eufy ist zwar relativ neu, der Hersteller dahinter – Anker – hat aber schon Erfahrung in der Entwicklung und Produktion von Saugrobotern. Du bist also nicht das Versuchskaninchen, an dem etwas komplett Neues getestet wird.

Der Robovac hat ein sehr gutes Preisleistungsverhältnis. Vermutlich deswegen, weil im Vergleich zu anderen Marken geringere Marketingkosten hinter dem Gerät stehen. Der günstigere Preis wird an den Kunden weitergegeben.

Die Saugleistung ist für die meisten Wohnungen komplett ausreichend. Dicke Teppiche könnten ein Problem darstellen. Die meisten Teppiche, die man heutzutage im Haus hat, sollten aber kein Problem sein.

Die Navigation erfolgt, wie bei anderen Geräten der mittleren Preisklasse, nach dem Zufallsprinzip. Für gewöhnlich klappt das. Manchmal saugt der Eufy Roboter halt nicht alles. Das macht aber nichts, dafür nimmt er die entsprechenden Ecken halt am nächsten Tag mit. Eine bessere Navigation bekommt man nur mit Geräten, welche 2-3 mal so teuer sind.

Für wen ist der Robovac 11 nicht passend: Wenn du jeden Tag eine perfekte und zuverlässige Reinigung willst und das Portmoinee dazu hast, dann besorge dir eines der leistungsstärkeren Geräte.

Für wen ist der Robovac 11 perfekt: Der Eufy Robovac ist das Richtige für dich, wenn du einen guten digitalen Saugsklaven benötigst, keine perfekte Leistung brauchst, aber dafür eine ganze Stange Geld sparen willst. Hier findest du den besten Preis auf Amazon.